hypophysärer Kleinwuchs

Hormoneller Kleinwuchs

Hormoneller Kleinwuchs auch bekannt als hypophysärer Kleinwuchs oder Wachstumshormonmangel, ist eine Form des Kleinwuchses, die durch einen Mangel an Wachstumshormonen verursacht wird. Diese Hormone werden von der Hypophyse im Gehirn produziert und regulieren das Wachstum und die Entwicklung des Körpers. Ein Mangel an diesen Hormonen kann dazu führen, dass Kinder langsamer wachsen und eine geringere Körpergröße erreichen als ihre Altersgenossen.

Merkmale

Betroffene haben einen verlangsamten oder verzögerten Wachstumsverlauf im Verhältnis zur Altersgruppe und eine kleinere Endgröße.

Diagnose

Der Wachstumsverlauf wird über mehrere Jahre klinisch dokumentiert. Es werden Blutuntersuchungen zur Hormonlage durchgeführt, einschließlich Wachstumshormonen, Schilddrüsenhormonen, Glukosetoleranz und je nach Alter Sexualhormone. Es kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz, zum Beispiel Röntgen zur Bestimmung des Knochenreifeindex und gegebenenfalls MRT bei Verdacht auf zentrale Ursachen. Eventuell werden genetische Untersuchungen durchgeführt, wenn der Verdacht auf syndromale Ursachen besteht.

Unterstützung & Behandlung

  • Auch beim hormonellen Kleinwuchs kann eine psychologische Unterstützung hilfreich sein, um mit den Ängsten und Unsicherheiten der Betroffenen umzugehen.
  • Die Behandlung von hormonellem Kleinwuchs erfolgt normalerweise mit einer Hormonersatztherapie. Dabei wird ein gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon (Somatropin) per Injektion verabreicht.
  • In bestimmten Fällen, wie bei einer verzögerten Wachstumsentwicklung, könnte zusätzlich eine Therapie mit Geschlechtshormonen sinnvoll sein, um die Pubertät anzuregen.
  • Diese Behandlungen dauern meist mehrere Jahre und erfordern regelmäßige Arztbesuche zur Kontrolle.
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