VKM ‐ BundesselbsthilfeVerband Kleinwüchsiger Menschen

….. „Schau mir in die Augen Kleines“ …..diesen berühmten Satz von Humphrey Bogard, kennen wir aus dem Film Casablanca.
In die Augen des Gegenübers zu schauen ist schwierig, wenn man selber nur 1,34 m und das Gegenüber 1,89 m groß ist. Natürlich kennen wir das und sind es gewohnt, aber sich dann doch mal

auf Augenhöhe

zu begegnen, ist ein schöner Moment, den jede_r bei uns genießen kann.!

Der BundesselbsthilfeVerband Kleinwüchsiger Menschen e.V. (VKM) fragt sich natürlich auch, ob ein Selbsthilfeverband in Zeiten vom Internet, sozialen Netzwerken wie z.B. facebook, twitter und anderen Medien noch zeitgemäß ist? Kann man doch heute viel schneller, billiger und ohne große Anstrengungen miteinander kommunizieren.
Sich in einem Selbsthilfeverband von Mensch zu Mensch begegnen zu können ist aber eine ganz besondere Qualität, was gerade in der heutigen Zeit durch die neuen Medien immer seltener wird.

Ein Mensch, der nicht kleinwüchsig ist, kann ein guter Unterstützer, Freund, Partner oder Elternteil sein, aber dieser Mensch kann eben nicht nachempfinden, wie es ist, kleinwüchsig zu sein. Das können nur betroffene Menschen untereinander. Somit hat die Selbsthilfe auch heute noch eine wichtige Funktion.
Kleinwüchsige Menschen sind genauso verschieden, wie nicht kleinwüchsige Menschen. Somit ergibt sich in einer Selbsthilfegruppe auch schnell ein spannendes, lustiges, informatives, manchmal auch streitbares Umgehen miteinander.
Wenn auch Ihr kleinwüchsig seid, wenn Ihr Lust auf Menschen, auf Informationen und Veränderungen habt, dann macht mit:

im VKM

Einfach eine Email an den entsprechenden Landesverband senden oder sich in der facebookgruppe anmelden. Gerne nehmen wir auch “auf die gute alte Art” Anfragen per Post oder Anrufe entgegen ;-)

Wir freuen uns auf DICH!

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Ziele des VKM

Das Hauptziel ist die Verbesserung der Lebensqualität kleinwüchsiger Menschen.

  1. Chancengleichheit für Menschen mit Kleinwuchs in Schule, Ausbildung und Beruf
  2. Förderung der Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und Vermeidung von Benachteiligungen
  3. Bereitstellung von mehr Geldern für die medizinische Erforschung des Kleinwuchses
  4. Barrierefreie Gestaltung öffentlicher Einrichtungen und Verkehrsmittel

Mehr über die Ziele erfahren   Unterstützung erhalten

Inklusion braucht Mut zur Mitbestimmung und Mut braucht Selbsthilfe

Die UN-Behindertenrechtskonvention, die im Jahr 2008 in Kraft trat, beschreibt die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft  für Menschen mit Behinderung. Auch Deutschland hat sich 2009 verpflichtet, Barrieren aller Art abzubauen.

Barrieren können unterschiedlich sein. Während für Rollstuhlfahrer*innen eine Stufe ein Hindernis darstellt, ist sie für blinde Menschen eine wichtige Orientierungshilfe im Umgang mit dem Blindenstock. Somit kann nur durch die Beteiligung von Betroffenen selber benannt werden, was die behinderungsspezifischen Voraussetzungen für eine Teilhabe sind. Es scheint unmöglich, die vielfältigen Bedarfe umzusetzen und in vielen Fällen muss ein größtmöglicher Kompromiss geschlossen werden. Auch hierbei ist es wichtig, betroffene Menschen zu Wort kommen zu lassen.

Menschen mit Kleinwuchs haben durch Gründung des  ”BundesselbsthilfeVerbandes Kleinwüchsiger Menschen e.V.”  bereits im Jahr 1968 einen Abbau von Barrieren gefordert, die sie selber definiert haben. Der Kontakt und der Austausch betroffener Menschen innerhalb der Selbsthilfe schafft viel Selbstvertrauen, fördert Organisationstalent sowie mediales Auftreten. Die eigenen Bedürfnisse zu formulieren und sich für die Umsetzung der Forderungen einzubringen, ist eine Voraussetzung der Inklusion.                                         

So kommt dem Engagement  in einem Selbsthilfeverband eine wichtige Bedeutung zu, genauso wie der Zusammenarbeit von Vertretern der Selbsthilfe und der Politik. Es ist daher wichtig, dass sich Menschen mit Behinderung engagieren und politische Schnittstellen besetzen. Somit kann der Gedanke der Inklusion noch viel mehr in den Regelstrukturen Platz finden und gesellschaftliche Veränderungen erreicht werden.

Der BundesselbsthilfeVerband Kleinwüchsiger Menschen e.V. ist stolz darauf, dass es Mitglieder gibt, die Schnittstellen besetzt haben. Im Bundesland Hessen und der Stadt Stuttgart belegen kleinwüchsige Frauen das Amt der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung. Auch auf kommunaler Ebene gibt es Menschen mit Kleinwuchs, die durch die Arbeit in Behindertenbeiräten die Interessen kleinwüchsiger  Menschen vertreten und so zu einer verbesserten Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft beitragen.

16.05.21

Kleinwuchsformen

Kleinwuchs tritt in über 100 Erscheinungsformen auf, von denen einige hier beschrieben werden sollen.
Über die Anzahl der Kleinwüchsigen in der Bundesrepublik Deutschland sind keine genauen Angaben vorhanden. Es wird von ca. 100.000 Betroffenen ausgegangen.

Als kleinwüchsig gilt, wer kleiner als 1,50 m ist.

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