Bachelorprojekt barrierefreie Cafés

Mein Name ist Emel Sancak. Ich bin Studentin an der Hochschule Hannover und studiere Innenarchitektur. Mein Bachelorprojekt befasst sich mit dem Thema „barrierefreie Cafés“. Ich möchte ein Café entwerfen, wo sich Menschen mit Einschränkungen problemlos und selbständig aufhalten können. Die Gestaltung bzw. die Einrichtung sollte sich dementsprechend anpassen. 

Inklusion beginnt vor der Tür.

Durch eigene Erfahrungen habe ich festgestellt, dass noch wenig Sensibilität herrscht, was die Barrierefreiheit in Cafés angeht. Als Rollstuhlfahrer einfach mal ins Café um die Eck? Sehr schwierig. 

Ich möchte anhand meines Projekts, diese Barrieren brechen. 

Mein Ziel ist bei meinem Projekt ein Ort zu schaffen, an dem sich beide Personengruppen (Menschen mit und ohne Behinderung)  aufhalten können. Inklusion funktioniert nur wenn Barrierefreiheit stattfindet. Menschen mit Behinderung sollen Mainstream werden; sie sollen zum Mainstream gehören. Dies ist ein Ziel meines Cafés. Eine inklusive Gesellschaft soll geschaffen werden, daher ist ein Café ein idealer Ort zum Zusammenkommen verschiedener Personengruppe. Menschen mit Behinderungen sind Teil dieser Gesellschaft, daher müssen wir diese unproduktiven Kontaktbarrieren in unserer Denkweise überwinden. Produkte, Dienstleistungen und Orte können allein durch Ihre Gestalt und Form diskriminieren und ganze Personengruppen von der Nutzung ausschließen.

 

Ich möchte auch, dass mein Café zu internen Treffpunkten genutzt werden soll, durch die Unterstützung anderer Verbände. Zum Beispiel Spieleabend, Diskutieren, Erfahrungen austauschen, Vorträge oder Bücherlesungen.

Ein Ort zum Austauschen, Kommunizieren und der Empathie. 

 

Wenn man an Barrieren denkt, denkt man nur an Rollstuhlfahrer. Dies ist falsch, denn es gibt so verschiedene Behinderungsarten. Natürlich kann man nicht alles berücksichtigen und die Gestaltung für alle anpassen. Aber ich möchte besonders an kleinwüchsige Menschen denken, denn durch meine Schwester habe ich viel mitbekommen und manchmal kann es schwierig sein, in ein Café zu gehen.

Häufig sind die Tresen oder die Stühle zu hoch oder die Stühle und es kommt zu einigen Problemen...

Diese Hindernisse kann man leicht verhindern, indem man die  Gestaltung ändert. Das Design soll sich an den Menschen anpassen - nicht anders herum. 

 

Zudem möchte ich aber als hohe Priorität, dass mein Café - Projekt nicht als "Behinderten - Café " gesehen werden soll. Durch  eine innovative Innengestaltung soll es ein Ort für jeden sein. Die Atmosphäre im Café muss unter der Barrierefreiheit absolut nicht leiden. Heutzutage muss es wirklich nicht mehr sein, dass eine Inneneinrichtung, die den Anforderungen von Menschen mit verschiedenen Handicaps entspricht, einer klinischen Atmosphäre gleichzusetzen ist. Das Problem liegt darin, dass Begriffe wie ‚behindertengerecht‘ oder "barrierefrei" trotz allem diskriminierend verstanden werden können. Darum soll das Ziel sein, die positiven Qualitäten herauszustellen, von denen alle Gäste und Kunden profitieren. 

Das angestrebte Ziel meiner Bearbeitung ist ein Café zu entwerfen, welches alle Elemente subtil integriert, sodass eine Differenzierung zur den Mainstream Cafés nicht möglich ist. Diese Festsetzung ist ausschlaggebend für die Integration der behinderten Menschen. Die Integration und Veränderung soll im Mainstream entstehen und eine Segmentierung durch Labels nicht ermöglichen.

Es ist ein Ort der Gleichberechtigung.

 

- „Gehindert, nicht behindert” - Axel Schubert. 

   

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