Bogestra

 

Der Vorstand-NRW und seine Mitglieder trafen sich am 09.04.2016 zur Besichtigung des kommunalen Nahverkehrsbetriebs Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra). Zu Beginn der Führung durch den Betriebshof Engelsburg bekamen wir allgemeine Informationen zur Bogestra mit voller Begeisterung des Redners erzählt. Als Ergänzung bekamen wir noch einen Imagefilm der Bogestra gezeigt. Hier ein paar Fakten:

Die Bogestra wurde am 13. Januar 1896 in Berlin von den Städten Bochum und Gelsenkirchen und der Siemens & Halske AG gegründet. Die Bogestra besaß schon zum Zeitpunkt ihrer Gründung ein rund 15,1 km langes Streckennetz. Heute hat die Bogestra ein Streckennetz von ca.109,5 Km, 2260 Mitarbeiter und 109 Azubis.

Besuch bei der Bogestra

 

Zunächst bekamen wir als erstes die Fahrzeuge die zur Wartung des Liniennetzes bestimmt sind gezeigt. Darunter Streufahrzeuge, die bei winterlichen Witterungsverhältnissen unterwegs sind, Fahrzeuge die zur Säuberung des Liniennetzes von Laub und anderen Unrat verantwortlich sind und welche die zur Enteisung der Oberleitungen geeignet sind. Danach ging´s in die Werkstätten die die Aufgabe haben die Busse und Straßenbahnen regelmäßig zu warten. Das besondere Highlight war eine entkernte Straßenbahn die neu restauriert wird. Diese Bahn kann für Firmenfeiern, Abiturfeiern usw. gebucht werden.

Von den Werkstätten ging´s in die Ausbildungsstätten. Es werden folgende Ausbildungsberufe angeboten: Fachkraft im Fahrbetrieb, Elektroniker/in, KIA-Elektroniker/in, Mechatroniker/in, Kfz-Mechatroniker/in und Industriemechaniker/in. Die Ausbildung findet parallel zum theoretischen Teil in den einzelnen Werkstätten und anderen Einrichtungen der Bogestra statt. Positiv zu erwähnen ist, dass die Bogestra viel Wert auf das gemeinschaftliche Zusammensein legt. Das gute Betriebsklima wird ergänzt durch Firmenfeiern und andere Vergünstigungen für die Mitarbeiter.

 

Zum Schluss gingen wir noch die Waschstraße für die Straßenbahn anschauen. Hierbei ist zu erwähnen, dass das eingesetzte Wasser gefiltert und wiederverwertet wird. Somit ist diese Waschstraße sehr umweltfreundlich.

Nach dieser Besichtigung gingen wir gemeinsam für eine kleine Feedbackrunde nochmal in den Konferenzraum. Bei einer leckeren Currywurst und einem Stück Baguette haben wir uns ausgetauscht, auch in Hinblick auf die Erfahrungen die einzelne Mitglieder in den anderen Regionen bzw. Verkehrsbetrieben in Bezug auf den Umgang mit der Behinderung machen. Wie steige ich sicher in die Bahn? An wen muss ich mich bei Hilfe wenden? Einer von vielen Fragen die unsere Mitglieder im Alltag beschäftigt.

Wir bedanken uns rechtherzlich bei der Bogestra für diesen interessanten Einblick hinter den Kulissen und können diese Führung nur jeden der an sowas Interesse hat weiterempfehlen. 

Da dieses Treffen bereits um 12:30 Uhr begann und die Führung um 15:30 Uhr zu Ende war wurde nicht wie üblich gemeinsam in einem Restaurant gegessen, sondern in einem gemütlichen Café bei Kaffee und Snacks das Treffen beendet.

Fazit: Es war ein sehr interessantes Treffen, gerade im Hinblick auf die Arbeit die hinter so einem Nahverkehrsbetrieb steckt, damit die Einwohner sicher von A nach B befördert werden können. Auch in Hinblick auf eventuelle Preiserhöhungen, kann man jetzt vielleicht besser nachvollziehen, warum die Preise erhöht werden müssen, was bei anderen Verkehrsbetrieben nicht anders ist.

Hiermit bedanke ich mich bei der Organisatorin Christel Meuter für den reibungslosen Ablauf dieses Treffens.

 

 

 

Mike Wiese

 14.07.16