hormoneller Kleinwuchs

Es handelt sich um einen Minderwuchs, der darauf beruht, daß verschiedene Hormone isoliert oder gemeinsam mit anderen ausfallen und im Wachstumsprozeß nicht wirksam werden können, z.B. Hormone der Hypophyse, der Schilddrüse, der Nebennierenrinde. Die ausgewogene Relation zwischen Extremitäten und Rumpf ergibt eine wohlproportionierte Körperform, die vom Aussehen her leicht zur Verwechslung mit Kindern führen kann.

  • Hypophysärer Kleinwuchs
  • hervorgerufen durch isolierten Mangel an Wachtumshormonen der Hypophyse
  • hervorgerufen durch Mangel an Wachstumshormon der Hypophyse und Mangel an Schilddrüsenhormonen.
  • Kongenitale Nebennierenrindenhyperplasie oder adrenogenitales Syndrom (AGS)
    Kongenital, d.h. die Geschlechtsreifung betreffend, die verfrüht einsetzt und damit das weitere Körperwachstum verhindert. Dies ist zurückzuführen auf eine Überfunktion (d.h. Hyperplasie) der Hypophyse, die im Übermaß die Nebennierenrinde dazu anregt, Sexualhormone auszuschütten. Diese Überproduktion an Sexualhormonen wird nicht gebremst, weil ein bestimmtes Ferment, das diese Funktion sonst ausübt, in der Nebennierenrinde fehlt.
  • Hypothyreose
    Unterfunktion der Schilddrüse, (hypo = unter, Thyroxin = Schilddrüsenhormon). Diese Mangelerscheinung führt auch zu einer Intelligenzminderung, was bei den anderen Kleinwuchsformen im allgemeinen nicht der Fall ist. Für Kinder mit hormonbedingten Wachstumsstörungen gibt es in bestimmten Fällen, die der Facharzt klären muß, begrenzte Behandlungsmöglichkeiten