Jubiläumsfestschrift

Verehrte Leserin, verehrter Leser,
liebe Mitglieder und Freunde,

40 Jahre ehrenamtliches Engagement von und für kleinwüchsige(n) Menschen verdient eine angemessene Würdigung. Eine Würdigung, die es erlaubt, sich selbst stolz zu feiern und die gleichermaßen allen interessierten und betroffenen Menschen eine Bereicherung bietet. Als Maria Hofmann 2006 mit der Idee an uns herantrat, eine umfangreiche Bild- und Textdokumentation der VKM-Geschichte zu entwerfen, sahen wir diesen Grundgedanken in einzigartiger Weise aufgegriffen. Allerdings ahnte zu der Zeit noch keiner von uns, wie viele wichtige Stationen unserer aktuellen Verbandsarbeit vorausgingen, wie umfangreich der Einsatz unserer VorgängerInnen war und welche Vielzahl eindrucksvoller Dokumente sich im Mitgliederkreis zusammentragen lassen.
Mittlerweile halten wir ein Dokument der Zeitgeschichte in unseren Händen. Und da es nahezu unmöglich ist, eben diese Geschichte mit kurzen Worten zu würdigen, beschränke ich mich auf das Wesentliche:

Am 16.11.1968 erblickte der Klub der Kleinen in Hamburg das Licht der Welt.
Der Geburtsstunde wohnten 28 kleinwüchsige Menschen bei und beteiligten sich gemeinsam an der Weiter-Entwicklung des einzigartigen Zusammenschlusses.
Ihnen allen ist es zu verdanken, dass wir uns im VKM zusammenfinden und auf unsere 40-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken können.
Mutige, selbstbewusste Menschen mit Kleinwuchs haben einen Weg gefunden und beschritten, auf ihre – und somit unsere – Lebenssituation aufmerksam zu machen. Sie haben Verbündete gewonnen und sich in Dachorganisationen erfolgreich eingebracht. Gemeinsam wurde viel erreicht. Für dieses Engagement gilt ihnen unser hoher Dank. Als Dank an alle, die in den vergangenen 40 Jahren ihre Energie für die Belange kleinwüchsiger Menschen einsetzten, gilt auch diese Festschrift.

Damit sie überhaupt in ihrer vorliegenden Form möglich wurde, war einiges erforderlich:
Als Wichtigstes ist das kontinuierliche Engagement kleinwüchsiger Menschen für diesen Verband zu nennen, ohne das wir uns niemals 40 Jahre für die Verbesserung der Lebensqualität von Kleinwuchs Betroffener hätten einsetzen können.

Aufgrund der Seltenheit unserer Erkrankungen hätten wir allein sicherlich nicht viel Gehör finden können. Dank der gelebten Solidarität innerhalb unserer Dachverbände und der daraus erwachsenen gemeinsamen Stärke allerdings konnten wir erfolgreich auf unsere Situation aufmerksam machen. Die BAG Selbsthilfe und der SoVD standen uns hierbei in wichtigen Fragen stets zur Seite. Sie haben uns souverän dabei unterstützt, praktische Erleichterungen im Alltag einzufordern, und uns bei der Darstellung unserer Situation engagiert begleitet.
Nur mit Unterstützung des SoVD (damals Reichsbund) konnten wir zum Beispiel Parkerleichterungen für kleinwüchsige Menschen bewirken.
Nur durch die tatkräftige Unterstützung der BAG Selbsthilfe haben wir sehr hochwertige Infobroschüren über Kleinwuchs und können an einem Stand auf der so wichtigen Reha-Care regelmäßig über uns informieren. Dank der BAG Selbsthilfe können wir für unseren Verband erschwingliche Fortbildungen besuchen, uns in die Gemeinschaft von Behinderung Betroffener einbringen und haben ein allgemein anerkanntes, gewichtiges Sprachrohr für die Belange von Menschen mit Behinderung. Unsere Dachverbände sind für uns sichere und verlässliche Partner und ermöglichen uns so erst die bekannte Qualität unserer Arbeit. Dafür gilt ihnen unser besonderer Dank.

Während natürlich die 40-Jahre fortwährende Arbeit unseres Verbandes die Grundlage für diese Festschrift bildet, konnte eben diese Festschrift nur realisiert werden, weil die Finanzierung für ein solches Vorhaben sichergestellt wurde und weil sich jemand fand, der diese Informationsvielfalt filtert und aufbereitet.

So möchte ich als erstes den beiden Krankenkassen unseren Dank aussprechen, die mit ihrer finanziellen Unterstützung zu dem Gelingen dieses Projektes nachhaltig beitrugen. Ohne die engagierte Unterstützung von DAK und BARMER wäre die Veröffentlichung dieser Festschrift allein finanziell schon nicht möglich gewesen.

Ein besonderer Dank gilt allerdings dem Menschen, der sich nahezu zwei Jahre lang damit beschäftigte, ehrenamtlich Bilder, Reportagen und Dokumente zusammenzutragen und sie in einer einzigartigen historischen Dokumentation zu bündeln. Frau Maria Hofmann hat sich dieser Aufgabe mit großem Erfolg angenommen. Sie hat stets mit aller Kraft an dieser Festschrift festgehalten. Ohne ihren Einsatz gäbe es diese Festschrift sicherlich nicht. Ihr gilt unser Dank des gesamten Bundesvorstandes für ihre Beharrlichkeit, ihren Arbeitseinsatz und ihre Kreativität.

Und wenn wir schon beim Bedanken sind:
40 Jahre Selbsthilfe für kleinwüchsige Menschen wurde nur möglich, weil viele Betroffene sich zusammengeschlossen haben. Viele haben sich engagiert und Vorstandsarbeit übernommen. Andere haben – soweit ihnen möglich – die Veranstaltungen besucht und so zum Gelingen beigetragen. Wiederum andere haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten einfach die Verbundenheit mit unserem Verband genossen und uns ihre Solidarität spüren lassen.
Geholfen bei unserer 40jährigen Arbeit habt Ihr uns alle.
Und ich weiß, dass wir mit Eurer Unterstützung auch weiter vieles bewegen werden.

Im Namen des gesamten Vorstandes bedanke ich mich bei unseren Mitgliedern und unseren Freunden

Horst Stengritt
1. Vorsitzender

Bestellung

Die Jubiläumsfestschrift kann zu einem Preis von 15,- € zzgl. 5,- € Versandkosten beim VKM bestellt werden.
Mitglieder des VKM, die in einer “Lebensgemeinschaft” leben, haben zunächst nur ein Exemplar erhalten. Sollten diese es wünschen, so erhalten sie selbstverständlich ein Zweites kostenlos.