Sonderausstellung-Bielefeld-Zwerge und Riesen. Eine Frage der Perspektive

Das Nuturkundemuseum eröffent am 19.03.17 die Sonderausstellung " Zwerge und Riesen. Eine Frage der Perspektive.  Die Ausstellung zeigt Mythen über Groß und Klein und zeigt die Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Der VKM nimmt an dieser Ausstellung teil und möchte den Kleinwuchs aus der Sicht von Betroffenen vorstellen.

Das Naturkundemuseum befindet sich in der Kreuzstraße 20, 33602 Bielefeld.

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier. Ebenso finden Sie Presseartikel in der Neuen Westälischen

und dem Westfalenblatt.

Alter und Kleinwuchs

Der VKM hat in Zusammenarbeit mit dem IMEW, Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft, eine Studie zum Thema Älter werden mit Kleinwuchs erstellt. Die hieraus entstandene Broschüre kann über den VKM bezogen werden. Alle Mitglieder erhalten diese kostenlos zugesandt.

Es ist jedoch auch möglich, das Themenheft herunterzuladen.

Vorwort

Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Thema der Lebensbedingungen
und des Älterwerdens von Menschen mit Kleinwuchs. Diesem Thema wurde
bisher nur sehr wenig Beachtung geschenkt. So gibt es zwar Veröffentlichungen
z. B. zum Bereich Alter und Behinderung im Allgemeinen und eine Studie zur Erfassung des zukünftigen Versorgungsbedarfes von contergangeschädigten Menschen, aber die Behinderung „Kleinwuchs" wurde, unseres Wissens, nie unter dem Aspekt des Älterwerdens beleuchtet. Unser Verband hat das Thema der älter werdenden Mitglieder jedoch schon immer begleitet und es ist in den letzten Jahren wesentlich deutlicher hervor getreten.
Im Rahmen unserer Selbsthilfearbeit stellten wir zunehmend fest, dass wir zwar sehr effektive Unterstützung für jüngere und berufstätige Menschen mit Kleinwuchs leisten können aber gerade die ältere Generation mit unseren Angeboten nicht so gut erreichen. So mussten wir feststellen, dass ältere Mitglieder immer weniger an Verbandstreffen teilnahmen. Bei der Organisation von Treffen mussten wir häufiger diejenigen Mitglieder mit berücksichtigen, die nicht mehr so mobil waren oder Hilfsmittel benutzten. So wurde z. B. die Auswahl der Räumlichkeiten für unsere Treffen immer schwieriger.
Informelle Gespräche haben schließlich ergeben, dass ältere Menschen mit Kleinwuchs vor besonderen Problemlagen stehen, die ihnen die aktive Teilhabe am Verbandsleben erschweren. Diese Problemlagen lassen sich, diesen Gesprächen zufolge, insbesondere den Bereichen Gesundheit, ökonomische Absicherung, Mobilität und Barrierefreiheit zuordnen. Bereiche also, die für die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft überhaupt von Bedeutung sind.

Die Situation der älter werdenden Menschen mit Kleinwuchs erforderte daher von uns ein Handeln. Die positiven wie negativen Lebenserfahrungen unserer Mitglieder zu erfassen und zu bündeln, wurde eine wichtige Aufgabe unsere Verbandsarbeit.

Dem Vorsitzenden des BundesselbsthilfeVerbandes Kleinwüchsiger Menschen e.V. (VKM) Horst Stengritt, der 2013 leider plötzlich und unerwartet verstarb, war es ein großes Anliegen, diesem Thema auch wissenschaftlich auf den Grund zu gehen, um gegenüber Gesellschaft, Politik und Gremien aussagekräftig zu sein und die notwendigen Veränderungen bewirken zu können.
Er suchte Kontakte zu wissenschaftlichen Instituten, die daran interessiert waren, gemeinsam mit unserem Verband, eine Projektstudie zum Thema „Kleinwuchs und Alter" durchzuführen. In diesem Zusammenhang wurden wir auf das Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) in Berlin aufmerksam und stellten Kontakt zu dessen Institutsleiterin Frau Dr. Katrin Grüber her, die ebenfalls Interesse an diesem wichtigen Thema signalisierte.
Im Rahmen unseres jährlich stattfindenden Bundeskongresses wurde 2011 das Thema „Generationsspezifische Herausforderungen kleinwüchsiger Menschen annehmen und bestehen" mit Frau Dr. Katrin Grüber als geladene Referentin sehr interessiert von unseren Mitgliedern aufgenommen. Es wurde seitens der Mitglieder der Wunsch geäußert, sich auch zukünftig dem Thema der älter werdenden kleinwüchsigen Menschen zu widmen.


Kleinwuchs und Mobilität

„Mobilität" bedeutet Selbständigkeit und Freiheit und ist daher für Menschen mit einer körperlichen
Beeinträchtigung von besonderer Bedeutung.

 

Mobilitätshilfen kompensieren Beeinträchtigungen und ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft. Auch kleinwüchsige Menschen haben unterschiedliche Einschränkungen. Je nach Art der Behinderung (ca. 200 Kleinwuchsarten), ihrer Ausprägung und dem Lebensalter sind individuelle
Hilfen ein wesentlicher Schritt in ein selbständiges Leben.


In dieser Broschüre möchten wir Menschen mit Kleinwuchs, Hilfen für ein selbstbestimmtes Leben „mit auf den Weg“ geben. Unser Anliegen ist im Besonderen, die Eigenverantwortung kleinwüchsiger Menschen
für ihr Leben zu stärken und Mut zu machen, individuelle Lösungen zu finden.


Zwar gibt es viele gesetzliche Bestimmungen und Nachteilsausgleiche, aber letztlich haben diese Vorgaben eher die breite Masse behinderter Menschen im Fokus und weniger behinderungsspezifische Gegebenheiten.

„Kleinwuchs“ bis zu einer Größe von 1,39 m ist laut SGB iX eine anerkannte Schwerbehinderung.
Man kann daraus aber nicht ableiten, dass „behindertengerecht“ auch gleichermaßen „kleinwuchsgerecht“
bedeutet! Die Gruppe kleinwüchsiger Menschen hat (wie jede andere Gruppe auch) ganz eigene, behinderungsspezifische Bedürfnisse, die von ihnen selber definiert werden sollten.

 

Der VKM hat eine Broschüre erstellt, die sich diesem Thema widmet.

Die Broschüre kann heruntergeladen werden.

Kleinwuchs und Mobilität


Selbsthilfe

MIT LINKS UND LEIDENSCHAFT FÜR DIE SELBSTHILFE

Die Kampagne WIR FÜR MICH. SELBSTHILFE WIRKT. wurde von der BAG SELBSTHILFE und vom BKK Bundesverband initiiert, um das Image der Selbsthilfe in Deutschland zu verbessern. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Menschen für die Selbsthilfe und für Selbsthilfe-gruppen zu sensibilisieren und zu zeigen, wie sie die Lebensqualität behinderter und chronisch kranker Menschen verbessern können.

http://www.selbsthilfe-wirkt.de/

 

Danksagung

Danksagung